Tales of a Clown

…about Life, the Universe and Everything

Just some other stupid mistake occured...
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Wir nennen es Arbeit

Nachdem ich heut den ganzen Tag im kalten und windigen Wien herumgelaufen bin, mir das Ohr heiß telefoniert habe um mobil Termine für meinen Chef zu koordinieren und mir im Kaffeehaus die Zunge verbrannt hab, weil die Kaffeepause doch nur 7 statt 30 Minuten gedauert hat (mobiles Checken war bereits wieder angesagt) bin ich dann so gegen 18 Uhr – kurz vor Geschäftsschluss – in ein Buchgeschäft gestolpert, dessen Auslagengestaltung mir ins Auge gestochen ist.

Da lag nämlich ein Buch mit dem schönen Titel “Wir nennen es Arbeit”. Mit einem sarkastischen Achselzucken “no, na!” wollt ich weiterlaufen, da hab ich den Untertitel gelesen und bin doch stehengeblieben. Da stand: “Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung”. Ich hab ja schon länger vermutet, dass diese sicheren Festanstellungen (die in Realität gar nicht immer so sicher sind) irgendwo einen Haken haben. Eine meiner Diss-Thesen ist ja auch, dass Freiheit und Sicherheit nicht im Doppelpack zu haben sind – entweder oder heißt`s, zumindest im Piratengenre.
Laut Rezension ist die Digitale Bohème “ein unabhängiger Mensch, der selbstbestimmt, glücklich und erfolgreich allein und so arbeitet, dass er sich jederzeit treu ist und genügend Geld in der Tasche hat.”

Und nachdem ich heut schon mit Tagträumen angefangen habe… warum nicht damit auch zu Bett gehen? Schöne Träume, wünsch ich mir!

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4 Responses to “Wir nennen es Arbeit”

  1. November 6th, 2006 at 10:05 pm

    Peter says:

    Entweder-Oder – darüber hat doch auch schon Kirkegaard philosophiert. Aber der fällt wohl nicht in die Kategorie Pirat, oder!?

  2. November 7th, 2006 at 1:48 am

    bAbS says:

    Liegts an der Uhrzeit, oder lässt sich hier wirklich keine der gebräuchlichen Definitionen von digital eindeutig im Kontext der sogenannten “unsicheren” Arbeitszusammenhänge wiederfinden. Zumindest finde ich mich zum ersten Mal in einer Definition von Bohème wieder. Weit hab ichs gebracht.

  3. November 7th, 2006 at 9:25 am

    Sigi says:

    buhu bin nicht bohème. aber die veronika und auch andere sind froh dass ich mich fürs Oder (Sicherheit) entschieden habe – sonst wäre ich ein nervenbündel.

    Is this the real life-
    Is this just fantasy-
    Caught in a landslide-
    No escape from reality-
    Open your eyes
    Look up to the skies and see-

  4. November 7th, 2006 at 11:06 am

    iza says:

    Toni Polster: “Für mich gibt es nur “entweder-oder”. Also entweder voll oder ganz!”
    Um auch einen großen Philosophen zu zitieren…

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