Tales of a Clown

…about Life, the Universe and Everything

Just some other stupid mistake occured...
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Archive for the ‘Politik’ Category

AIDS 2010

Ich war ja nur ganz kurz. Und auch nur im Global Village.

Vor allem eine Organisation hat meine Aufmerksamkeit gefangen: AIDES. Fronsösisch. Mit Dick, dem Penis, der  gute Tips für alle Straßenlagen hat.

DickWilly GraffitiExplore

Willy Graffiti, der nur mit Kondom glücklich werden kann. Und einem coolen SM-Comic, das ich da jetzt nicht her poste (bis 20:30 ist noch offen… ich sags nur). Immer mit der selben Aussagen: es gibt 1000 verschiedene Arten zu lieben, aber nur einen Weg dich zu schützen.

Aides macht echt nette Comic Videos. Für die meisten muss man sich bei youtube anmelden, weil sie erst über 18 freigegeben sind. (Es kommt nämlich Sex vor. Pfui!) Also ob unter 18jährige die Info nicht auch nötig hätten…. Tz!

Wieder ein Grund mehr, französisch zu lernen!

Liebe Alitalia…

Alitalia Linee Aeree Italiane-Societa per Azioni
Kärntner Ring 2
1010 Wien

Wien, 21. April 2009

Sehr geehrte Damen und Herren der Alitalia & AirOne Gruppe,

(sollten Sie sich aus irgendwelchen Gründen nicht zuständig fühlen, dann leiten Sie die Beschwerde bitte selbstständig weiter an die Stelle die sich zuständig fühlen sollte.)

Wir vier waren am 19. April auf folgende Flüge gebucht:

Catania – Roma 15:05 – 16:20 AP2867
Roma – Milan 17:20 – 18:30 AP2706
Milan – Wien 20:00 – 21:25 OS0516

Schon in Catania hatte der erste Flieger eine Stunde Verspätung und es war klar, dass es dadurch schwierig werden könnte die anderen Flüge zu erwischen. Anstatt durch ein kompetent geschultes Flugpersonal bei der Lösung dieses Problems unterstützt zu werden sind wir nur auf geballte Inkompetenz und Gleichgültigkeit gestoßen. Es hat weder jemand geschafft in Rom oder Mailand anzurufen ob es noch andere Flugmöglichkeiten gibt, noch uns auf die entsprechenden Flüge umzubuchen.
Das es welche gegeben hätte haben wir  dann in Mailand erfahren. Um neun Uhr Abends waren dann allerdings nur mehr 3 statt 4 Plätze frei. Pech. Hätten wir halt früher gefragt. Hätte es jemand der Mühe wert gefunden unseren Transfer in Mailand zu organisieren -

(sprich: eine Stewardess zu bitten uns bei Flieger A abzuholen und mit einem Wagerl nach Flieger B zu fahren, wie es die Lufthansa für die Passagiere nach Düsseldorf, deren Flieger nur 5 Minuten nach unserem ging, organisiert hat) –

dann hätten wir unseren planmäßigen Flug sogar noch erwischen können. So haben wir einen Spießrutenlauf durch den gesamten Flughafen hingelegt, nur um den Flieger um genau 5 Minuten zu verpassen. Danke der kundeunnfreundlichen Betreuung!

Die Gleichgültigkeit mit der die Alitalia & AirOne Gruppe mit uns als Passagieren umgegangen ist war gelinde gesprochen eine bodenlose Frechheit. In Catania sind wir von Schalter zu Schalter geschoben worden mit den in gebrochenem englisch gestammelten Worten “Sorry, this is not our fault, you have to ask them” – niemand hat sich die Mühe gemacht uns irgend etwas zu erklären, geschweige denn die italienischen Konversationen zumindest ansatzweise zu übersetzen.

Irgendwann hat uns eine Dame zum Flieger geschoben, ohne uns darüber aufzuklären wie es jetzt weitergeht mit uns, was mit unserem Gepäck passiert, das zwar nach Wien durchgecheckt war, zwei Tage später aber immer noch nicht da ist, oder an wen wir uns in Rom oder Mailand wenden sollen. Das einzige was wir bekommen haben war ein Zettel mit anderen Flugmöglichkeiten drauf, um die wir uns in Rom dann selber kümmern sollten. Wieder Kundenfreundlich.

In Rom sind wir selbstständig zum Flieger nach Mailand gelaufen (!), da es wieder niemand der Mühe wert gefunden hat uns beim Transfer zu assistieren. Wozu denn auch. Passagiere sind für die Alitalia und AirOne Gruppe offensichtlich nur das leider notwendige Übel einer Fluggesellschaft. Sollen doch selber schauen wo sie bleiben.

Den ersten Kontakt mit einem Hauch von Kompetenz hatten wir im Flieger nach Mailand. Ein netter Steward, der zumindest den Anschein erweckt hat als würde ihn unsere Geschichte interessieren. Helfen konnte er uns trotzdem nicht. Den Sprint auf dem Mailänder Flughafen haben wir gegen die Zeit verloren. Es wäre wahrscheinlich zu viel verlangt gewesen am Gate anzurufen und unsere Ankunft anzukündigen mit der Bitte noch 5 Minuten auf uns zu warten. Im Zeitalter der drahtlosen Telefonie kann so etwas anscheinend trotzdem ganz schön schwierig sein.

Der Flieger nach Wien war weg und wir sind auch in Mailand wieder von Schalter zu Schalter, von gelangweilt dreinblickendem Flughafenpersonal zu gleichgültiger Inkompetenz geschickt worden um unsere Tickets umzubuchen. (”Sorry, this is not our fault. You have to go over there”). Die Dame beim Alitalia Schalter hat sich dann noch 10 Minuten lang schwer getan den Unterschied zwischen Abflug und Ankunftszeit kognitiv zu erfassen und wollte uns erklären, dass wir doch noch so viel Zeit hätten bis zum Abflug. Der Flieger hätte um 21.25 in Wien sein sollen, sie hat gemeint “Arrival” heißt “Abflug”. Als sie ihren Fehler eingesehen hat, hat sie gemeint sie sei nicht zuständig. Wie überraschend.

Schlussendlich, eine weitere halbwegs kompetente Mitarbeiterin von Air-One, die zwei von uns (Nitsch/Miniberger) in einen Flieger nach Wien gebracht hat und den anderen beiden (Steinberger/Zavarsky) ein Hotelzimmer und einen Flug am nächsten Tag um 8 Uhr früh organisieren konnte. Zumindest das hat scheinbar funktioniert. Scheinbar. Am nächsten Tag in der Früh, um 6 Uhr beim Check in, ist uns mitgeteilt worden, dass wir nicht auf den 8 Uhr-Früh-Flug, sondern auf den 8 Uhr-Abend-Flug gebucht worden sind. Ist ja auch schwierig, die Unterscheidung zwischen Morgens und Abends. Mittlerweile war die Austrian Airlines für uns zuständig, daher hat das Umbuchen auf die Morgenmaschine relativ anstandslos funktioniert.

Drei von Fünf Gepäckstücken sind mittlerweile angekommen – 24 Stunden zu spät. Eines davon schwer beschädigt. Von einem Rucksack und einem Koffer fehlt immer noch jede Spur. Die – mitunter medizinischen Behelfsmittel und andere – Sachen die sich im Koffer befinden können noch zwei bis drei Tage auf sich warten lassen. Aus Übersee sind Gepäckstücke schneller als von Italien nach Wien.

Steinberger und Zavarsky konnten montags wichtige Termine nicht wahrnehmen, in Ermangelung des Handyladegeräts, das sich im Gepäck befindet, ihren Geschäftspartner nicht adäquat absagen. Miniberger und Nitsch hatten keinen Zugriff auf die Geschäftsunterlagen, die sie für ihre montagliche Besprechung benötigt hätten, da sich diese im Gepäck befanden und wahrscheinlich in Mailand im Kreis drehten.

Verspätungen können passieren, das wissen wir. Die Häufung in diesem Fall und die geringe Bereitschaft seitens des Personals der Alitalia und AirOne Gruppe die entstandenen Unannehmlichkeiten zu kompensieren sind absolut unzumutbar.

Wir erwarten entsprechende Kompensation für die uns entstandenen Unannehmlichkeiten. Nicht in Form von Flugmeilen mit der Alitalia, wir werden die “Dienste” dieser Fluglinie nicht mehr in Anspruch nehmen.

Dieser Brief ergeht auch an:

  • Christian Böhmer, Kurier
  • Eva Neumann, ATV
  • Clemens Zavarsky, Kronen Zeitung
  • Customer Service Center der Austrian Airlines
  • Customer Service Center der Lufthansa
  • Presseabteilung Vienna Airport
  • Robin Reisen Reisebüro
  • Konsumentenschutz Arbeiterkammer Wien
  • Bürgerservice Stadt Wien
  • Bürgerservice des Außenministeriums
  • Discover the World – Austrian Sales Agent
  • Discover the World  – German Sales Agent

    Wir werden der Selben Personengruppe Ihre Antwort mitteilen. Ich hoffe Sie können uns eine adäquate Entschädigung anbieten.

    Grüße

    Mag. Irene Zavarsky
    Mag. Sigrid Nitsch
    Clemens Miniberger
    Mag. Peter Steinberger

    Obamania

    barack_obama_poster-748985Ich mag ihn. Ich weiß, das ist keine politikwissenschaftliche Kategorie. Tell me about it!  Ich mag ihn trotzdem. Er redet gut. Er hat gute Ideen. Er ist witzig, selbstironisch (das mag ich besonders), erklärt komplizierte Sachen einfach, aber nicht platt. Er ist multi-tasking-fähig…. ;) Letzten Donnerstag ist er in Jay Lenos Late Night Show aufgetreten. Dafür ist er von den Conservatives kritisiert worden: er möge sich doch lieber um die Finanzkrise kümmern. Obama meinte dazu: Ein Präsident muss gehen und Kaugummi kauen gleichzeitig können.

    Der Auftritt ist überhaupt sehr sehenswert. Nicht nur small-talk Chit-Chat. Wenn der auch sehr lustig ist. Er meint, sein Governement müsse daran arbeiten, die Einstellung der Leute ändern. Jugendliche sollen, wenn sie vom College kommen nicht davon träumen Investment BankerInnen zu werden, weil das die coolen Jobs sind. Sondern WissenschafterInnen, IngeneurInnen, LehrerInnen, Leute, die etwas beitragen zur Gemeinschaft. Eine große Aufgabe, die er sich da gesetzt hat – make science sexy ;)

    ManagerInnen müssen wissen wann es genug ist: “They have to know, enough is enough”. Zu dem lange versprochenen Hund für seine Töchter meint er: “Look, look, listen. This is Washington. This was a Campaign Promise. No, I´m just teasing. The dog will be there… shortly.” – “Actually, I think I will have a lot of fun with it, too. You know, they say, I you want a friend in Washington, get a dog.”

    Barack Obama hat, für einen Präsidenten, eine recht interessante Geschichte. Auch wenn vielleicht viele Sachen geglättet sind,  Dreams from My Father, das Buch, dass er 1995 publiziert hat,  spricht trotzdem noch eine recht klare Sprache über die sozialen und politischen Probleme in den USA im Allgemeinen und im Besonderen für AfroamerikanerInnen. Und es ist gut geschrieben – easy reading. Ob er die Sachen wirklich alle so erlebt hat… ok, vielleicht nicht. Trotzdem, er vermittelt den Menschen das Gefühl, dass er ihre Sorgen und Ängste, ihre Nöte und Probleme versteht. A man of the people. Guter linker Populismus. In Europa schaffen sowas das immer nur die Rechten.

    …two can keep a secret…

    Mein Lieblingsserienkiller war wieder unterwegs: Dexter Season 3 ist in Amerika grad ausgelaufen. Season 4 ist für 2009 angekündigt. Ich werd nix spoilern – aber es geht um Freundschaft, Familie, Golf und – natürlich – Geheimnisse.

    Ein Friendly-Neighbourhood-Serial-Killer, der die bösen Jungs und Mädels zur Rechenschaft zieht, die dem Justizsystem oder den Überwachungskameras absichtlich oder zufällig entwischen? Ein Schelm wer dabei an kürzlich geschehene Vorfälle denkt. Manchmal hat man tatsächlich wider aller praktischer und theroetischer Vernunft den Eindruck, Gewalt könnte eine Lösung sein. Nur manchmal.

    Get a Haircut, Boys!

    Ich hab einmal einen Eintrag zur Kelly Family geschrieben. 2007 war das. Zwei Jahre und eine Blogübersiedelung später, immer noch einer der wichtigsten Gründe weswegen Leute von Google auf meinen Blog verwiesen werden.

    In der Search Engine Terms Liste rangiert “Kelly Family” mit 87 Verweise haushoch vor “Irene Zavarsky” mit 17, dicht gefolgt von “The Kelly Family” mit 13. Auch auf den Plätzen 8,9 und 10 unterschiedlichste Schreibeweisen der lieben Familie: mit Artikel “the kelly familie”  oder ohne “kelly familie”, “kelly familiy”.

    Weiter hinten tummeln sich dann noch verstreut ein paar “barbie kelly family”, “paddy kelly freundin” (weiß ich leider auch nicht, kann man aber sicher rausfinden!), “angelo kelly an angel”, “angelo kelly family”, “the kelly family an angel”, …. als ob ich nie etwas anderes geschrieben hätte als Blogeinträge über die Kelly Family.

    Nicht, dass ich nicht noch was zu sagen hätte. Im Zuge meiner Kelly-Recherchen bin ich auf das Video von “An Angel” gestoßen. Der Hit, damals, man erinnert sich. Musik mit Kindern hat ja immer ein bisschen was von Kinderpornos: Irgendwer sagt den Kleinen was sie tun sollen, sie tuns, und andere kassieren Geld dafür.

    Das hat der Grand Prix der Volksmusik begriffen als er Stefanie Hertel mit 11 vor die Kamera geschubst hat und Papa Kelly auch, als er seine Kinder auf die Bühne stellte. Er hat dem kleinen Angelo ein Video von Dieter Bohlen gezeigt und gesagt: “Schau Bub, das was der mit den Händen macht, das machst du auch. Und jetzt geh und sing.”

    Ein bisschen creepy, muss ich sagen.

    Wenn universitäre Schmetterlinge mit dem Flügel schlagen

    Das Doktorat bekommt einen neuen Studienplan. Eine feine Sache, die, zumindest auf der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, auf Initiative des Graduiertenzentrums, seit gut eineinhalb Jahren recht breit und auch ganz demokratisch, diskutiert wird. Mit großem Erfolg und großer Einigkeit.

    Soweit, so gut.

    Immer dann, wenn kleine Initiativen von großen Initiativen übernommen werden, geht die Sache für die kleinen Initiativen nicht so gut aus. Plötzlich wird alles unübersichtlich, chaotisch, schaut völlig anders aus als vorher gedacht, oder verläuft sich ganz einfach im Sand der Zeit. All das, und noch viel mehr, ist mit dem Entwurf zum neuen Dok-Studienplan passiert.

    Da gibt es Entwürfe, die niemand kennt. Satzungsänderungen, die keinem mitgeteilt werden. Und, obwohl die Uni, trotz der Entdemokratisierung durch das UG02, immer noch demokratische Gremien hat, die Entscheidungen fällen, ist das Einzige, was gefällt wird, ein Pflänzchen Hoffnung nach dem anderen.

    Während die Curricular-Arbeitsgruppen bereits bald eingesetzt werden, ist über die durch die Änderungen notwendig werdenden entsprechenden Änderungen in der Satzung noch rein gar nichts bekannt (eigentlich eine Farce bzw. eine Missachtung, vor allem für jene, die in den CK-AGs Curricula erarbeiten sollen und nicht wissen, wie der organisations- und studienrechtliche Rahmen aussieht!) Stand 29.12.08

    Da soll also ein Curriculum ausgearbeitet werden, dessen Grundlage niemand kennt. Weil die nämlich nachher erst, und von anderen Personen verfasst wird. Kleine Anmerkung: die Arbeitsgruppen hätten bis zu diesem Montag eingesetzt werden sollen, hätte sich jemand die Mühe gemacht sie tatsächlich (vollständig) zu nominieren… Nicht genug damit. Heute ist bekannt geworden, dass es auch den Entwurf zu Satzung schon gibt. Heimlich.

    Wie aus einer (öffentlich einsehbaren) E-Mail auf der empfehlenswerten Liste epoche hervorgeht, ist der entsprechende Entwurf zur Satzungsänderung bereits (seit spätestens 9.1.2009!) fertig, nur kennt ihn wieder mal niemand. Stand 13.1.09

    “Natürlich hätten Sie gegen die Zerstörung der Erde protestieren können. Die Pläne dazu liegen seit 50 Erdenjahren auf Alpha Zentauri auf. (In einem Kämmerchen im Keller, hinter ein paar Kisten, auf dessen Tür steht “Achtung! Bissiger Hund!”)” fällt mir dazu, sinngemäß, der Beginn von Hitchhikers Guide Through the Galaxy ein.

    Einen Schritt zurücktretend finde ich es ja ungmein faszinierend, dass das Werkl Uni, trotz so weit gestreuter Unfähigkeit, immer noch läuft. Ziehen da die Illuminaten im Hintergrund ihre Fäden? Sind es die Hogwartsschen Hauselfen, die in den Kellern der Uni Wien wuseln? Gilt Murphys Law am akademischen Gelände invers? Oder hackeln genug Leute 24/7 im Hintergrund in der Elendesverwaltung..?

    Barman: Did you say the world is coming to an end? Shouldn’t we all lie on the floor or put paper bags over our heads?
    Ford: If you like.
    Barman: Will it help?
    Ford: Not at all.

    Der Mensch als Metapher

    Georg Lakoff – der Mann, wegen dem ich beinahe meine Dissertation über den Haufen geworfen, und völlig neu aufgebaut hätte. Hätte! Ist nicht Junge, die Grundfesten stehen, an denen wird nicht mehr gerüttelt! Trotzdem meine Dissertation eine immerwährende Baustelle bleiben wird (ich könnte da noch ewig weiterbasteln), wird jetzt Dachgleiche gefeiert, ein Bäumchen gepfanzt, ein paar Gutachten eingeholt und dann die Fassade hübsch präsentiert (Theorien sind Gebäude). Was schreibt der, dass mich so beeindruckt hat? Nun ja, ich mag Wortspielerein. Ich weiß, dass sprachliche Bilder nicht zufällig gewählt werden, und ich hab mich drei Jahre lang mit filmischen Bildern beschäftigt. Die Verknüpfung dieser beiden, auf einer politischen Ebene, finde ich höchst spannend.

    “Auf leisen Sohlen ins Gehirn – Politische Sprache und ihre heimliche Macht” ist der Titel des neuen, im Carl-Auer Verlag erschienen Buches von Georg Lakoff im Gespräch mit Elisabeth Wehling. Darin beschreibt er die unterschiedlichen Metapher die, beispielsweise, konservative und progressive PolitikerInnen benutzen wenn sie von Staat reden. Für die einen ist der Staat der “strenge Vater”, der oft mal hart aber gerecht durchgreifen muss. Die Anderen verwenden die Metapher der “fürsorglichen Eltern”, die für ihre Kinder sorgen und manchmal Grenzen setzten müssen, damit sich die Kleinen nicht weh tun.

    So oder so bleiben die BürgerInnen Kinder.

    Ein anders Beispiel, dass er immer wieder bringt, sind Metapher für Beziehungen. Beziehungen als Weg (wir sind auseinandergegangen, wir haben zusammengefunden) als Kapital (du musst mehr Zeit investieren, etwas zahlt sich aus oder nicht), oder, jüngst in einem Email in meinen Postkasten geflattern: Beziehungen als Programme

    INSTALLING A HUSBAND

    Dear Tech Support,

    Last year I upgraded from Boyfriend 5..0 to Husband 1.0 and  noticed a distinct slowdown in overall system performance, particularly in the flower and jewelry applications, which operated flawlessly under Boyfriend 5.0. In addition, Husband 1.0 un-installed many other valuable  programs, such as

    • Romance 9.5 and
    • Personal Attention 6.5,

    and then installed undesirable programs such as

    • NBA 5.0 ,
    • NFL 3.0 and
    • Golf Clubs 4.1.

    Conversation 8.0 no longer runs, and Housecleaning 2.6 simply  crashes the system. Please note that I have tried running Nagging 5.3 to fix these problems, but to no avail. What can I do?
    Signed,
    Desperate.

    Dear Desperate,

    First, keep in mind,

    • Boyfriend 5.0 is an Entertainment Package, while
    • Husband 1.0 is an operating system.

    Please enter command: ithoughtyoulovedme.html, try to download  Tears 6.2, and do not forget to install the Guilt 3.0 update. If those applications work as designed, Husband 1.0 should then automatically run the applications Jewelry 2.0 and Flowers 3.5.

    However, remember, overuse of the above application can cause  Husband 1.0 to default to Grumpy Silence 2.5, Happy Hour 7.0, or Beer 6.1. Please note that Beer 6. 1 is a very bad program that will download the
    Farting and Snoring Loudly Beta. Whatever you do, DO NOT under any circumstances install Mother-In-Law 1.0 (it runs a virus in the background that  will eventually seize control of all your system resources.)

    In addition, please do not attempt to reinstall the Boyfriend 5.0- program. This is an unsupported application and will crash Husband 1.0. In summary, Husband 1.0 is a great program, but it does have limited memory and cannot learn new applications quickly. You might consider buying additional software to improve memory and performance. We recommend

    • Cooking 3.0 and
    • Hot Lingerie 7.7.

    Good Luck!
    Tech Support

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