Tales of a Clown

…about Life, the Universe and Everything

Just some other stupid mistake occured...
Levitra online Propecia online

Archive for the ‘Politik’ Category

Reine Lehre

Ich leite momentan gerad einen Kurs auf der Politikwissenschaft zu Qualitativen Methoden und Filmanalyse. Der Kurs macht Spaß, die Studierenden wollen viel Feedback, das ist gut so, und sie bekommen es auch. Nachdem es auf der Politikwissenschaft noch nicht die Unmengen an Literatur zur Filmanalyse gibt, bin ich dabei meine Dissertation in Power Point Folien zu operationalisieren. Das ist nicht immer einfach, allerdings lerne ich auch selber viel dabei und es macht ebenfalls Spaß. Alles in allem bin ich ca. 25 Stunden pro Monat mit der Lehrveranstaltung beschäftigt. Laufend. Also, ohne Korrektur der Abschlussarbeiten, vorweg Emailbetreuung etc.

Heute habe ich einen Blick auf meinen Kontostand geworfen und gesehen, was der Uni der ganze Spaß wert ist. 229 Euro pro Monat. Davon geht die Hälfte an Steuer und Sozialversicherung weg. D.h. es bleiben 115 Euro. Nachdem ich ein Dienstverhältnis an der Uni bekleide (so heißt das im BeamtInnendeutsch), wird davon ausgegangen, dass ich einen Teil der Vorbereitung in meiner Arbeitszeit erledigt. Gut, das stimmt. Sagen wir also, ich bin nur 12 Stunden ausserhalb meiner Arbeitszeit mit der Lehrveranstaltung beschäftigt. Das ergibt immer noch einen Stundenlohn von sagenhaften 10 Euro netto. 10 Euro. Es zahlt sich echt aus zu studieren und Lehrende zu werden! Mein Bruder verdient als ungelernte Ferialjob Hilfskraft mehr.

Ja, ich weiß. Ich habs eh gewusst. Selber schuld.

Trotzdem bleibt mir immer wieder kurz die Luft weg, wenn ich mir vor Augen führe, wofür ich da so tagtäglich arbeite. Was universitäre Bildung denn tatsächlich wert ist. Nüsch, nämlich. Jede andere Fachkraft würd kurz lachen, die Schultern zucken, sich umdrehen und gehen.

Dafür verstauch ich mir heut beim Basektball fix den Fuß. Dann zahlt sich zumindest der Batzen Sozialversicherungsbeitrag aus, den ich da immer brav einzahle.

You, yourself, your gun and no one else…

Versicherungen, Mietrechtssachen, Ämter, Arbeitsrecht, Universitäten… wo ist Stripperella, wenn man sie braucht?!?

Da war ich heut – auf Empfehlung von einer Freundin – in einer Anwaltskanzlei mich mietrechtstechnisch beraten lassen. Geht alles über die Rechtsschutzversicherung! Und die Kanzlei schickt das dann gleich ganz problemlos selber hin, ich muss mich um nix kümmern. Soweit die Auskunft von ihr, die dort arbeitet und sich theoretisch mit so Dingen schon auskennen sollte.

Eine sehr nette Kanzlei übrigens. Machen viele politische Dinge im Asylrechtsbereich etc. Die Broschüren, die dort rumliegen, wirklich gute Dinge. Auch mein Gespräch war sehr nett und durchaus aufschlussreich. Am Ende zücke ich stolz meine Polizze, damit wir die Abrechnungsdetails klären können. ABER: nach genauerem Durchlesen des Kleingedruckten: ich muss das erst mal selber bezahlen und dann selber bei der Versicherung einreichen. Weil nämlich normalerweise die Beratungsgespräche von der Versicherung vermittelt werden müssen. Aber mit einer Sondergenehmigung ist das kein Problem, und die machen das auch dauernd, sicher ganz unkompliziert, schönen Tag noch, freut mich ihnen weitergeholfen zu haben.

Mein Bedarf an Rechtsverdreherei war zu dem Zeitpunkt schon wieder auf Jahre hinaus gestillt. Ich hab mich schon mit roher Gewalt und einer Keule meine Probleme lösen sehen, aber ok, dann sein wir nicht so, rufen wir bei der Versicherung an, vielleicht ist ja wirklich alles ganz unkompliziert.

Nachdem mich die nette (wirklich nett!) Dame von der Versicherung nach Namen und Polizzennummer gefragt hat und mich im Computersystem gefunden hat, musstes sie mir nach mehrmaligem noch-mal-nachschauen mit Bedauern mitteilen, dass meine Rechtsschutzversicherung nur “klein” ist und Mietrechtsberatungsgespräche überhaupt nicht abdeckt. Ich möchte doch bitte meinen Versicherungsvertreter anrufen und mit ihm abklären wo da der Fehler liegen könnte. Zu dem Zeitpunkt hat die Keule schon nicht mehr gereicht. Meine Phantasie verlangte nach automatischen Handfeuerwaffen, Granatwerfern, Flammenwerfern und abgesägten Schrotflinten.

Mein Versicherungsvertreter ist ja auch ein sehr netter Mensch. Und wenn er damals beim Abschluß der Rechtsschutzversicherung nicht explizit gesagt hätt, dass so eine Rechtsschutzversicherung total praktisch ist, auch für Mietrechtssachen, zum Beispiel, dann wär ich ja nie auf die Idee gekommen mich beraten zu lassen. Ich hab ihn eh angerufen. Er schaut sich das alles noch mal an.

Im schlimmsten Fall hab ich für 1/2 Stunde Beratung 150 Euro bezahlt. Und das, nachdem ich heut in der Früh meinen Kontostand angeschaut hab und mir strengstens einen Ausgabenstop verordnet habe.
Aber wahrscheinlich ist Gewalt auch keine Lösung. Da muss man sich dann wieder vor irgendwelchen Gerichten rechtfertigen warum das jetzt notwendig war, und das deckt meine Versicherung sicher auch nicht…

Quoting Hunter S. Thompson

Ich hab den Mann ja einmal schon mit einem Beitrag bedacht. Bei meinem letzten Großeinkauf in der Buchhandlung hab ich “Kingdom of Fear – Loathsome Secrets of a Star-Crossed Child in the Final Days of the American Century” erstanden:

Here, for the first time, the godfather of Gonzo journalism takes on the subject no one else could handle: himself.

Im Vorwort beschreibt er seine erste Begegnung mit dem FBI als 9jähriger:

I was the prime suspect in the case of a Federal Mailbox being turned over in the path of a speeding bus: 5-year prison sentence. [...] I had done it, of course, and I had done it with plenty of help. [...] Every kid in the neighborhod agreed that this new swine of a school bus driver was a sadist who deserved to be punished. We saw it more as a dutiy than a prank. It was a brazen Insult to the honor of the whole neighborhood.

Hunter entscheidet sich dafür kein Geständnis abzulegen.

And I learned a powerful lesson: Never believe the first thing an FBI agent tells you about anything – especially not if he seems to believe you are guilty of a crime. Maybe he has no evidence. Maybe he´s bluffing. Maybe you are innocent. Maybe. The Law can be hazy on these things… But it is definitely worth a roll.

Yo! Ottakring!

Sehr musiklastig grad meine Einträge. Von american Country gehts schnurstracks zu einer anderen Art von Heimatlied: zum Gangasta Rap. Mittlerweile ja beliebt unter Ö-Gangstan ihre Heimat zu besingen, Salzburg ist ja da schon mit nicht so gutem Beispiel vorangegangen, wird Klick-Klack-Kopfschuss Ottakring berapt.
Ich hoff ja ein bisschen, dass ich dazugehör, sonst ist mein Taschengeld am ersten Schultag weg…

Hunter S. Thompson

verdient einen Beitrag. Der Erfinder des Gonzo-Journalismus, Autor von “Fear and Loathing in Las Vegas” und der “Rum Diaries”, hat nach seinem Selbstmord im Februar 2005 seine Asche mit einer Rakete in den Himmel schießen lassen. Johnny Depp durfte die Lunte zünden. Auf seinem Grabstein steht “It never got weird enaugh for me”.

1970 hat er für das Scheriff-Amt in Pitkin-County, Colorado kandidiert. Sein Wahlprogramm bestand aus der Legalisierung von Drogen, der Umwandlung von Straßen in grasgepolsterte Fahrradwege und der Umbenennung des nobel Ski-Ressorts Aspen in “Fat City”. Für seine Wahlkampfrede hat er sich die Haare ganz kurz geschoren und seinen republikanischen Gegenkanidaten als “langhaarigen Hippie” bezeichnet. Er hat die Wahl nur knapp verloren.

Ich hab mein Einrad Gonzo genannt.
Wenn ich die Diss fertig habe widme ich ihm meinen Titel: Dr. Gonzo

You are currently browsing the archives for the Politik category.