Aufgenommen in die Kategorie: Lieblingsfilm

Jasmin Münchgstettner aus Rosenheim steigt nach einem handfesten Streit mit ihrem Mann aus dem Auto und steht allein in der Wüste von Kalifornien.

In ihrem Lodenkostüm mit Handtasche und Koffer begibt sie sich nach Bagdad – einem kleinen Ort, der aus dem heruntergekommenem Bagdad Café mit angeschloßenem Motel und Tankstelle besteht. Hier trifft sie auf Brenda, die ihren Mann kurz zuvor in die Wüste geschickt hat. (Out of Rosenheim)

Badgad Cafe liegt in der Nähe von Barstow, an der Route 66.


Little Miss Sunshine

Olive will Schönheitskönigin werden und trotzdem Eiscreme essen dürfen. Ihr Vater Richard ist erfolgloser Motivationstrainer, der Verlierer auf den Tod nicht ausstehen kann. Ihr Onkel Frank ist schwuler Universitätsprofessor und hat eben versucht sich das Leben zu nehmen. Ihre Mutter Sheryl hält alle zusammen und spaltet im unerwarteten Moment. Ihr Bruder Dwayne liest Nietzsche und spricht seit 9 Monaten nicht. Ihr Opa ist wegen Heroinkonsum aus dem Altenheim rausgeflogen und wohnt seither wieder bei seiner Familie. Und alle sitzen zwei Tage lang gemeinsam in einem kleinen, gelben VW Bus.

Ein Film, der sich kritisch mit Familie und Schönheitswettbewerben auseinandersetzt.

Gorgeous!

Wissenschaftliches Bloggen

Online-Lernplattformen gibt es ja schon länger. Zugegebenermaßen hab ich mich nie damit beschäftigt, ist mir im Laufe meines Studiums einfach nicht untergekommen. Seit ich Tprings Blog ab und zu lese finde ich die Idee lehrveranstaltungsbegleitend ein wissenschaftliches Blog zu schreiben allerdings immer interessanter.

Vor allem die Vernetzungs- und Kommentarmöglichkeit der Studierenden untereinander können spannend sein. Auch das Bewusstsein für eine – wenn auch eingeschränkte aber immerhin – Öffentlichkeit zu schreiben hebt mutmaßlich die Qualität der Beiträge. Eine Arbeit hinzuschludern, die sowieso nur vom Studassi der Lehrveranstaltungsleitung gelesen wird ist verlockender als selbiges in einem Blog zu publizieren.

“Dass Bloggen mehr sein kann, als die exhibitionistische, postmoderne Version des romantischen Tagebuchs, mehr auch als ein kostengünstiges Medium, in den Meinungsbildungsprozess der Öffentlichkeit einzugreifen – nämlich vielseitig einsetzbares Instrument, um das wissenschaftliche Arbeiten zu erleichtern, zu erweitern und anders zu gestalten – will der Beitrag untermauern.” [Tprings Aufgabe 8]

Passieren tut das ganze im Rahmen der Lehrveranstaltung Informatik und Medien in der Geschichtswissenschaft.

Disney und der 2. Weltkrieg

“Donald Duck in Nutzi Land” war der ursprüngliche Titel des Short-Comics “Der Fuehrer´s Face” (1942) von Walt Disney. Die Disney Studios haben während des 2. Weltkriegs eng mit der US-Armee zusammengearbeitet und einige “home-front moral-boosting Shorts” produziert in denen die Nazis verarscht werden:

“Ist we not the Supermen?
Aryan-pure Supermen?
Ja! We ist der Supermen!
Super-duper Supermen!”

und die Amis sich freuen dürfen, dass sie in Amerika leben. Nachdem Donald Duck aus seinem Alptraum erwacht salutiert er im Stars&Stripes Pyjama vor der Freiheitsstatue weil er sie für den “Fuhrer” hält. Dann sinkt er vor ihr zu Boden und meint

“I am glad to be a citicen of the United States of America”.

One of Hitlers Children” (1943) erzählt die Geschichte des kleinen Hans mit den großen Bambi Augen, der als mitleidiges weichherziges Kind in Nazi-Deutschland aufwächst und wegen der allgegenwärtigen Nazi-Propaganda und “Education to Death” gar nicht anders kann als ein blutiger Killer zu werden.

Die Disney Filme beherrschen ja dieses schematisieren und Klischees dreschen ziemlich gut. Das fährt bei Bambi und Lion King schon ein, bei Anti-Nazi Propaganda Filmen dann gleich noch ein bisschen mehr. Beide Shorts wurden von den Disney Studios nach ihrer Erstveröffentlichung aus dem Programm genommen und wurden erst 2001 in den Walt-Disney-Treasures wieder veröffentlicht.

Hunter S. Thompson

verdient einen Beitrag. Der Erfinder des Gonzo-Journalismus, Autor von “Fear and Loathing in Las Vegas” und der “Rum Diaries”, hat nach seinem Selbstmord im Februar 2005 seine Asche mit einer Rakete in den Himmel schießen lassen. Johnny Depp durfte die Lunte zünden. Auf seinem Grabstein steht “It never got weird enaugh for me”.

1970 hat er für das Scheriff-Amt in Pitkin-County, Colorado kandidiert. Sein Wahlprogramm bestand aus der Legalisierung von Drogen, der Umwandlung von Straßen in grasgepolsterte Fahrradwege und der Umbenennung des nobel Ski-Ressorts Aspen in “Fat City”. Für seine Wahlkampfrede hat er sich die Haare ganz kurz geschoren und seinen republikanischen Gegenkanidaten als “langhaarigen Hippie” bezeichnet. Er hat die Wahl nur knapp verloren.

Ich hab mein Einrad Gonzo genannt.
Wenn ich die Diss fertig habe widme ich ihm meinen Titel: Dr. Gonzo