Posts Tagged ‘Figthing Illini’
Marching music makes me hot
Von wegen Schulbands sind langweilig!
Marching Illini (sprich: martsching eileinei) ist a) riesig groß, b) eine ziemliche Stimmungskanone, c) spielt lustige Hits (so wie “Living on a Prayer”), d) hat Cheerleader und e) die Instrumente haben lustige Choreographien beim Spielen. Die Tubas (oder Tuben?) drehen sich zum Beispiel immer im Takt: rechts, mitte, zurück, mitte, rechts, mitte, zurück, mitte, usw. Schon sehr beeindruckend wenn 20 Tubas das gleichzeitig machen. Und wahrscheinlich ziemlich anstregend. Die Trompeten hingegen werden über dem Kopf gehalten und im Takt hin und her gewiegt.
Nachdem das Orchester so groß ist gibts einen Hauptdirigenten, der steht auf der Leiter in der Mitte – vor den Bläsern und hinter den Cheerleadern – und zwei bis fünf “Nebendirigenten”. Die stehen vor den anderen Bläsern und kopieren das, was der Haupdirigent macht. Damit die Bläser ihre Köpfe nicht drehen müssen. (Sonst wär die ganze Tuba-, Saxophon-, Trompeten-Choreographie kaputt).
Die Cheerleader lächeln und hüpfen im Takt. Auch sehr schick.
Ich freu mich schon auf mein erstes Football-Match. Die Marching Illini sind nämlich die Hauptanfeuerer der Figthing Illini (sprich: feiting eileinei). Da wird dann sicher wieder “Hail to the Orange” (find ich ja persönlich recht witzig… Ich frag mich, ob die Spieler dann auch mit Orangen beworfen werden wenn sie verlieren…) und der Loyalty Song gespielt, ein ganz typisches Schulbandlied.
Die Band war eindeutig das Highlite des Sweet-Corn-Festivals. Sweet Corn hab ich keins bekommen weil am Nachmittag so eine lange Schlange anstand und ich nicht warten wollte und am Abend das Sweet Corn aus war. Am Abend hat dann War gespielt. Die waren auch gut – aber nicht so mitreißend wie die Marching Illini. In den USA ist es anscheinend sehr üblich sich sein Campingsesserl überall hin mitzunehmen. Da ist ein Festival, da spielt eine Band – schwupp, werden Sesselchen ausgeklappt, Reihen gebildet und wo man vorher noch unbehindet tanzen konnte stolpert man jetzt über Füße und Knie frierender, in Decken gehüllter Menschen. Man wird aber dafür nicht – wie bei uns – angeraunzt. Nein, die lächeln und sagen “Oh, sorry. Shall I move back?”


