Tales of a Clown

…about Life, the Universe and Everything

Flower

Posts Tagged ‘Politik’

Disney und der 2. Weltkrieg

“Donald Duck in Nutzi Land” war der ursprüngliche Titel des Short-Comics “Der Fuehrer´s Face” (1942) von Walt Disney. Die Disney Studios haben während des 2. Weltkriegs eng mit der US-Armee zusammengearbeitet und einige “home-front moral-boosting Shorts” produziert in denen die Nazis verarscht werden:

“Ist we not the Supermen?
Aryan-pure Supermen?
Ja! We ist der Supermen!
Super-duper Supermen!”

und die Amis sich freuen dürfen, dass sie in Amerika leben. Nachdem Donald Duck aus seinem Alptraum erwacht salutiert er im Stars&Stripes Pyjama vor der Freiheitsstatue weil er sie für den “Fuhrer” hält. Dann sinkt er vor ihr zu Boden und meint

“I am glad to be a citicen of the United States of America”.

One of Hitlers Children” (1943) erzählt die Geschichte des kleinen Hans mit den großen Bambi Augen, der als mitleidiges weichherziges Kind in Nazi-Deutschland aufwächst und wegen der allgegenwärtigen Nazi-Propaganda und “Education to Death” gar nicht anders kann als ein blutiger Killer zu werden.

Die Disney Filme beherrschen ja dieses schematisieren und Klischees dreschen ziemlich gut. Das fährt bei Bambi und Lion King schon ein, bei Anti-Nazi Propaganda Filmen dann gleich noch ein bisschen mehr. Beide Shorts wurden von den Disney Studios nach ihrer Erstveröffentlichung aus dem Programm genommen und wurden erst 2001 in den Walt-Disney-Treasures wieder veröffentlicht.

Hunter S. Thompson

verdient einen Beitrag. Der Erfinder des Gonzo-Journalismus, Autor von “Fear and Loathing in Las Vegas” und der “Rum Diaries”, hat nach seinem Selbstmord im Februar 2005 seine Asche mit einer Rakete in den Himmel schießen lassen. Johnny Depp durfte die Lunte zünden. Auf seinem Grabstein steht “It never got weird enaugh for me”.

1970 hat er für das Scheriff-Amt in Pitkin-County, Colorado kandidiert. Sein Wahlprogramm bestand aus der Legalisierung von Drogen, der Umwandlung von Straßen in grasgepolsterte Fahrradwege und der Umbenennung des nobel Ski-Ressorts Aspen in “Fat City”. Für seine Wahlkampfrede hat er sich die Haare ganz kurz geschoren und seinen republikanischen Gegenkanidaten als “langhaarigen Hippie” bezeichnet. Er hat die Wahl nur knapp verloren.

Ich hab mein Einrad Gonzo genannt.
Wenn ich die Diss fertig habe widme ich ihm meinen Titel: Dr. Gonzo