Tales of a Clown

…about Life, the Universe and Everything

Just some other stupid mistake occured...
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Posts Tagged ‘Universität’

Voran du Arbeitsvolk

Illinois am Rande eines Streiks. Ganz Illinois? Nein, natürlich nicht. Aber ein kleines …. wir kennen den Rest ja.

In a protest outside the University of Illinois board meeting this morning, graduate student instructors from the Urbana-Champaign campus threatened to strike Monday if they do not reach a contract with the administration.

Berichtet Chicago Breaking News gestern. Was ist passiert? Hat ein Mitglied einer kleinen revolutionären Splittergruppe einen Lehrauftrag bekommen die Gelegenheit genutzt um gemeinsam mit zwei Freunden den Generalstreik auszurufen?

Nö. Weit gefehlt. Die Mitglieder der Graduate Employee Organisation (G.E.O.) haben vorige Woche mit einer Mehrheit von 92% für einen Streik abgestimmt. So richtig. Mit Urne und Stimmzettel. Und, so wies momentan ausschaut, wird der Streik der Teaching Assistants nächste Woche anfangen. Morgen gibt es noch eine Verhandlungsrunde, nachdem sich die Universitätsadministration endlich durchgerungen hat ein Gesprächsangebot zu machen. Die Verhandlung hätte am Campus stattfinden sollen. Heute Nachmittag ist der Ort an den 3 Meilen südlich gelegenen Willard Airport verlegt worden. Weniger DemonstrantInnen werden erwartet. Fahrgemeinschaten sind schon organisiert. (I mean, seriously! EVERYBODY in the US has a car… you could have anticipated that…)

Die wichtige Frage bei so Streiks ist ja immer – wofür wird gestreikt, was sind die Forderungen? Nun, die Teaching Assistants schupfen, wie so oft, als unterbezahlte ArbeitnehmerInnen den Großteil des Undergraduate-Pogramms der Universität (das kommt uns doch bekannt vor? Aus anderen Kontexten?). Die meisten sind Graduate-Studierende die sich durch die Lehre ihren Lebensunterhalt verdienen (rings bells? hm?). Seit August machen das die 1500 Graduate Employees der University of Illinois at Champaign-Urbana ohne Vertrag (now…?!).

Die Campus Faculty Association unterstützt den StreikDie Undergrad Association unterstützt den Streik100te Teaching Assistants werden am Montag nicht arbeiten

Sprechgesang Nr. 1 auf Demos ist also:

What do we want? A contract! When do we want it? NOW!

Gleichzeitig versucht das Verhandlungsteam garantierte Tuition Waivers, Health Care und A living wage für die ArbeitnehmerInnen zu verhandeln. Ein Unterfangen, das sich als schwieriger als man vielleicht glauben könnte herausstellt. Die Verhandlungen dauern mittlerweile schon über ein halbes Jahr und die Universität hat erst begonnen sich zu bewegen, als der Streik als Option immer wahrscheinlicher geworden ist.

Ein Graduate Student, der an der U. of I. studiert braucht, laut universitärer Berechnungen, $16.000 im akademischen Jahr. Die Uni zahlt ihren eigenen Angestellten ein “living wage” von $13.000 im akademischen Jahr. Sind wohl nicht so viele Mathematiker im Rektorenteam.

Alle Departments sind auf der Seite ihrer Teaching Assistants, unterstützen den Streik und die GEO bei ihren Forderungen. Viele haben ihren Grad-Employees zugesichert, dass sie keinerlei Maßnahmen gegen sie ergreifen werden wenn sie streiken, da ja klar ist: der gemeinsame Feind ist die Administration, nicht das Department oder die Faculty.

Natürlich gibt es eine Insel, auf der alles ein bisschen anders abläuft: Dort werden substitute teachers (scabs, die man aber nicht so nennen darf, weil das ihre Gefühle verletzen könnte) organisiert damit möglichst niemand was von dem Streik mitbekommt. Ich bin ja schon gespannt ob die Studis solidarisch sind… Dann dürfen die sca.., sorry, subs in leeren Hörsälen unterrichten.

Wär ich ein Institut, dann würd ich mich ja HINTER meine Teaching Assistants stellen und sagen: “Hey, Universität! Ich brauch meine Leute! Sonst kann der Unterricht nicht stattfinden. Also bezahlt sie gefälligst damit sie wieder arbeiten kommen! Aber flott!” Angewandte Solidarität würde man das vielleicht nennen.

Wenn ich, als Institut, allerdings der Unversität beweise, dass der Unterricht auch ohne Teaching Assistants reibungslos stattfinden kann, weil genügend andere Leute “einspringen”, dann könnte der Universität natürlich, als Sparmaßnahme in diesen finsteren Zeiten, einfallen, dass das betreffende Institut vielleicht gar nicht so viele Graduate Employees braucht. Und dann könnte es natürlich passieren, dass das Institut in Zukunft statt 17 Stellen nur mehr 12 Stellen im Planbudegt stehen hat. Angewandte Sparmaßnahme würde das dann vielleicht heißen.

Das Institut kann nur hoffen, dass das Rektorat, das, wie wir bereits wissen, nicht sonderlich mathematisch begabt ist, auch germanistisch nicht fit ist und durch diesen Eintrag nicht auf dumme Gedanken kommt. Weiters hoffen wir, die Graduate Employees, dass die Universitätsadministration sich am Willard Airport weichklopfen lässt. Am Verhandlungstisch, versteht sich.

Ich, ganz privat, hoff ja, dass wir einen, von August an rückwirkend geltenden Vertrag mit einem höheren Gehalt bekommen und ich mir um die fette Nachzahlung dann einen Heckspoiler für mein Auto kaufen kann.

Preparation

Playmobil

Featuring die gute alte Monkey-Island-Sword-Fight Tradition.

Thanx pe!

Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars

Kurzes Gespräch in der Quästur der Uni Wien:

Lady behind the Counter: Warum hams denn nicht das “Reisekostenrückerstattungsformular für externe Vortragende” FN437_B verwendet? Wir brauchen da ja eine Unterschrift!

Me: Ähm. Die Unterschrift ist eh da auch drauf….

Lady behind the Counter: Ja, aber da gibts jetzt ein Fomular dafür!

Me: Aha. Wir haben das bis jetzt immer so gemacht. Seit wann gibts denn das Formular?

Lady behind the Counter: Seit gestern! Ist eh auf unserer Homepage.

Me: ….

Lady behind the Counter (schnappt sich meine Zettel, kritzelt ihre Unterschrift drunter): Na ausnahmsweise nehm ichs noch mal so. Aber das nächste Mal verwendens das Formular!

Geht ab.

***

Stupid me…, hu, how come I did not surf the Webpage of the Quästur more frequently…?!

Politikwissenschaftliche Relevanz (II) …

…von Filmanalyse

Die im vorigen Kapitel angesprochen Zusammenhänge zwischen realen Ereignissen und filmischen Darstellungen lassen sich als Ausdruck politischer Kultur verstehen. Dörner (2006) definiert politische Kulturforschung als ein „intersubjektives Phänomen“. Er meint, es handelt sich nicht um eine individuelle Interpretation von Realität, sondern um „eine Größe, die man mit anderen teilt“ (Dörner 2006; 591), die dadurch gesellschaftspolitische Relevanz bekommt. Politische Kulturforschung nimmt sich der „Konstruktionen erste Ordnung“, die im Alltagsverständnis von Menschen entstehen, an und entwickelt „Konstruktionen zweiter Ordnung“, die auf wissenschaftlichen Analyse fußen.  Dörner beschreibt diesen Prozess, nach Alfred Schütz, wie folgt:

  1. „Politische Kultur besteht aus „Konstruktionen erster Ordnung“, aus den Wahrnehmungen und Deutungen, die Menschen entwickeln, um sich in ihrer politischen Alltagswelt zu orientieren und sinnhaft zu handeln.  Diese Wahrnehmungen und Deutungen sind in hohem Maß tradiert, der einzelne Akteur findet sie als kulturelle Gegebenheit vor und eignet sie sich in je spezifischer Brechung im Verlauf langfristiger Sozialisationsprozesse an.
  2. Die Politische Kulturforschung entwickelt „Konstruktionen zweiter Ordnung“, d.h. Begriffe, Theorien, Forschungskonzepte, um diese deutende Alltagspraxis der Menschen zu rekonstruieren und als seinerseits wirksamen Faktor politischer Realität zu beschreiben.

Politische Kulturforschung beschäftigt sich also konkret mit Wahrnehmungs- und Deutungsmustern, mit Erwartungshaltungen, Werten und Normen, mit Einstellungen und Vorstellungen, Wissensbeständen und Identitäten, Gefühlen und Normalitätsstandards, die das politische Alltagsleben in einer Gesellschaft oder in einem Teil derselben prägen.“ (Dörner 2006; 591f)

Die Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, Werte und Normen, mit denen sich die Kulturforschung beschäftigt, werden in zunehmendem Maß auch in populären Medien gesucht und gefunden. Populäre Kultur rückt in den Fokus, nicht nur der Cultural Studies, sondern auch der politischen Kulturforschung (vgl. Spitaler 2005; 26). In diesem Verständnis sind auch populäre Filme, Produktionen, die scheinbar nur der oberflächlichen Unterhaltung dienen, Kampfplatz um Macht- und Herrschaftsverhältnisse in einer Gesellschaft. Die Cultural Studies sprechen in diesem Zusammenhang von “signifikanten Praktiken” oder “kulturellen Produkten” (Texte, Filme, Kleidung, Fotographien, Gesten, etc.), die Interpretationsmaterial für das Verstehen von Gesellschaften bieten und gleichzeitig Ausdruck der Macht- und Herrschaftsverhältnisse einer Gesellschaft sind (vgl. Turner 1996, 16).

Ein besonders plastisches Beispiel für diese Auseinandersetzung in Bezug auf Film und Gesellschaft stellt der Hays Code (oder Production Code) dar. Der Production Code legte die moralischen Richtlinien dafür fest, was der amerikanischen Öffentlichkeit im Film zugemutet werden konnte. Er wurde von Will H. Hays, damals Vorsitzender der Motion Pictures Producers and Distributors Associataion (seit 1945 die Motion Picture Association of America), eingeführt und deshalb auch kurz Hays Code genannt. Der Code wurde 1931 als Reaktion auf die aufsteigende Bedeutung der Filmindustrie aufgesetzt, hatte allerdings zunächst wenig Griffigkeit. Erst 1934 wurde die Production Code Administration gegründet, ein Büro, das von nun an jeden Film, der herausgegeben wurde, anhand der Richtlinien des Production Codes prüfte und beurteilte. Filme, die nicht freigegeben werden konnten, durften nicht ins Kino gebracht werden. Die Auseinandersetzung um Herrschaftsansprüche findet hier gleich auf unterschiedlichen Ebenen statt: zum Einen auf der Ebne von politischen Gesetzen und Richtlinien die mit HIlfe eines administrativen Apparates umgesetzt wurden, auf der anderen Seite auf der Ebene der politischen Kultur, in dem die Richtlinien von den PrduzentInnen selbst befolgt wurden. Eine derart augenscheinliche Verknüpfung zwischen politischen Absichten und Filminhalten gibt es sonst nur im Bereich der dezitiert politischen Propagandafilme (vgl. Mayrhofer 2007; 26f).

„Der Film als Kunstwerk deutet auf ökonomische, politische und gesellschaftliche Dimensionen hin, die im Film ihren Ausdruck finden und ohne deren Berücksichtigung der Film nicht adäquat analysiert werden kann.“ (Mayrhofer 2007; 28f).

Umgekehrt kann über die Normen und Wertehaltungen einer Gesellschaft durch eine Filmanalyse nur dann eine Aussage getroffen werden, wenn die ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Dimensionen dieser Gesellschaft in ihrem historischen Kontext berücksichtigt werden. Filme stellen also immer Beides dar: einerseits Ausdruck, andererseits Bedingung für gesellschaftspolitische Normen und Werthaltungen. Populäre Filme sind sowohl bewusstseinsschaffendes als auch bewusstseinsspiegelndes Element einer Gesellschaft. Das impliziert noch eine weitere Funktion von (populären) Filmen: sie haben bewahrende Funktion, in dem sie Erwartungen, Normalitätsvorstellungen, Werte und Sinnkonstruktionen einer Gesellschaft stabilisieren, sie dienen somit der Persistenz politischer Kulturen (vgl. Dörner 2006; 610). Auf der anderen Seite können sie Veränderungstendenzen unterstützten und Verstärker von Wandlungsprozessen sein, in dem sie neue Wertepräferenzen immer wieder in den öffentlichen Wahrnehmungsraum bringen und diese dadurch für breitere Teile der Bevölkerung “normal” und akzeptabel machen (vgl. ebenda).

University of Illinois at Urbana-Champaign

… here I come.

Stolz auf meinen TOEFL – Score (118 von 120 Punkten) hab ich gestern noch mal Mails gecheckt und – TADAAA – die University of Illionois will mich haben. Corn Belt, Amish People, Abe-Lincoln-Memorial-Whatever, I am on my way!

Urbana-Champain ist eine klassische Uni-Stadt. Eigentlich zwei. Urbana und Champaign sind verbunden durch den Campus der U of I. Der Campus ist riesig: 42.000 Studierende auf 6 km2. Public Ivy.

Ich bin seit gestern Abend am Homepage surfen…. dressed Alma Mater, heard the Oskee-Wow-Wow and tried to decide which courses I would take.

Wenn universitäre Schmetterlinge mit dem Flügel schlagen

Das Doktorat bekommt einen neuen Studienplan. Eine feine Sache, die, zumindest auf der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, auf Initiative des Graduiertenzentrums, seit gut eineinhalb Jahren recht breit und auch ganz demokratisch, diskutiert wird. Mit großem Erfolg und großer Einigkeit.

Soweit, so gut.

Immer dann, wenn kleine Initiativen von großen Initiativen übernommen werden, geht die Sache für die kleinen Initiativen nicht so gut aus. Plötzlich wird alles unübersichtlich, chaotisch, schaut völlig anders aus als vorher gedacht, oder verläuft sich ganz einfach im Sand der Zeit. All das, und noch viel mehr, ist mit dem Entwurf zum neuen Dok-Studienplan passiert.

Da gibt es Entwürfe, die niemand kennt. Satzungsänderungen, die keinem mitgeteilt werden. Und, obwohl die Uni, trotz der Entdemokratisierung durch das UG02, immer noch demokratische Gremien hat, die Entscheidungen fällen, ist das Einzige, was gefällt wird, ein Pflänzchen Hoffnung nach dem anderen.

Während die Curricular-Arbeitsgruppen bereits bald eingesetzt werden, ist über die durch die Änderungen notwendig werdenden entsprechenden Änderungen in der Satzung noch rein gar nichts bekannt (eigentlich eine Farce bzw. eine Missachtung, vor allem für jene, die in den CK-AGs Curricula erarbeiten sollen und nicht wissen, wie der organisations- und studienrechtliche Rahmen aussieht!) Stand 29.12.08

Da soll also ein Curriculum ausgearbeitet werden, dessen Grundlage niemand kennt. Weil die nämlich nachher erst, und von anderen Personen verfasst wird. Kleine Anmerkung: die Arbeitsgruppen hätten bis zu diesem Montag eingesetzt werden sollen, hätte sich jemand die Mühe gemacht sie tatsächlich (vollständig) zu nominieren… Nicht genug damit. Heute ist bekannt geworden, dass es auch den Entwurf zu Satzung schon gibt. Heimlich.

Wie aus einer (öffentlich einsehbaren) E-Mail auf der empfehlenswerten Liste epoche hervorgeht, ist der entsprechende Entwurf zur Satzungsänderung bereits (seit spätestens 9.1.2009!) fertig, nur kennt ihn wieder mal niemand. Stand 13.1.09

“Natürlich hätten Sie gegen die Zerstörung der Erde protestieren können. Die Pläne dazu liegen seit 50 Erdenjahren auf Alpha Zentauri auf. (In einem Kämmerchen im Keller, hinter ein paar Kisten, auf dessen Tür steht “Achtung! Bissiger Hund!”)” fällt mir dazu, sinngemäß, der Beginn von Hitchhikers Guide Through the Galaxy ein.

Einen Schritt zurücktretend finde ich es ja ungmein faszinierend, dass das Werkl Uni, trotz so weit gestreuter Unfähigkeit, immer noch läuft. Ziehen da die Illuminaten im Hintergrund ihre Fäden? Sind es die Hogwartsschen Hauselfen, die in den Kellern der Uni Wien wuseln? Gilt Murphys Law am akademischen Gelände invers? Oder hackeln genug Leute 24/7 im Hintergrund in der Elendesverwaltung..?

Barman: Did you say the world is coming to an end? Shouldn’t we all lie on the floor or put paper bags over our heads?
Ford: If you like.
Barman: Will it help?
Ford: Not at all.

Nachtrag

zu Reine Lehre.

From here – good ones.